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Organisation

Elternverband, Fachverband und Einrichtungsträger

Die Lebenshilfe, Kreisvereinigung Saarlouis e.V. ist ein eingetragener Verein, in dem jeder interessierte Bürger Mitglied werden kann. Der Mitgliedsbeitrag liegt derzeit bei einem Grundbetrag von 25 Euro jährlich.

Als Organisation umfasst die Lebenshilfe:
  • Menschen mit geistiger Behinderung
  • ihre Eltern, Sorgeberechtigte, Geschwister
  • weitere Angehörige oder ihnen nahestehende Menschen
  • alle, die ehrenamtlich Kraft, Ideen und Zeit einbringen
  • Freunde und Förderer
  • beruflich engagierte Fachleute
Besondere Bedeutung für die Lebenshilfe hat das Engagement der Menschen, die durch ihr persönliches Schicksal betroffen sind. Willkommen ist aber jeder, der sich "betroffen machen" lässt, wie bisher schon Mitarbeiter oder Förderer und Freunde der Arbeit des Vereins.

In erster Linie sieht sich die Lebenshilfe in der Verantwortung für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Angehörigen. Wenn sie aber in ihre Einrichtung oder weitere Angebote anders behinderte oder nicht behinderte Kinder oder Erwachsene einbezieht, ist sie jedem einzelnen gegenüber in gleichem Maße verpflichtet. Die Lebenshilfe versteht sich als Selbsthilfevereinigung. Dieser Grundsatz beruht auf der Erkenntnis, dass staatliche Maßnahmen zwar notwendig sind, allein aber nie ausreichen, die Lebenssituation von hilfebedürftigen Minderheiten in einer Gesellschaft wirkungsvoll zu verbessern. Prägend für die Lebenshilfe ist der Charakter als Elternvereinigung. Aufgrund ihres Betroffenseins haben die Eltern die vordringliche Aufgabe, für ihre schutzbedürftigen geistig behinderten Töchter und Söhne das Wächteramt wahrzunehmen. Eltern bieten die Gewähr, dass der Selbsthilfegedanke in der Lebenshilfe wirksam bleibt.

Auf Initiative der Lebenshilfe ist es in den vergangenen drei Jahrzehnten gelungen, Frühe Hilfen, Sonderkindergärten, Tagesstätten, Sonderschulen, Werkstätten für Behinderte, Wohnangebote, Freizeiteinrichtungen und weitergehende Familienhilfen zu schaffen. Als Einrichtungsträger schafft und unterhält die Lebenshilfe unter Einsatz öffentlicher Mittel notwendige Einrichtungen und trägt die Verantwortung dafür, sie in vorbildlicher Weise zu führen. Sie stellt Hilfen in angemessener Qualität dort zur Verfügung, wo sie gebraucht werden. Als Fachverband ist die Lebenshilfe Interessenvertreter und Motor von Neuerungen und Verbesserungen in allen Lebensbereichen geistig behinderter Menschen und ihrer Angehörigen. Gleichzeitig muss sie gesellschaftliche Einrichtungen wachsam beobachten und hinterfragen, um auf die Notwendigkeit von Veränderungen aufmerksam zu machen.

Alle, die zur Lebenshilfe gehören, wirken partnerschaftlich zusammen.

Die Lebenshilfe gliedert sich in die Bundesvereinigung, die Landesverbände und die Orts- bzw. Kreisvereinigungen, die rechtlich und wirtschaftlich selbständig sind, aber eine gemeinsame Grundhaltung vertreten. Bei aller Unterschiedlichkeit der Aufgabenfelder sind diese drei Lebenshilfe-Ebenen als Teile des Ganzen gleich wichtig und unverzichtbar zur Erreichung des gemeinsamen Zieles.

Bundesweit wurde die Lebenshilfe im Jahr 1958 in Marburg gegründet. Sie hat 540 örtlichen Vereinigungen, etwa 130.000 Mitglieder und betreut in mehr als 2.500 Einrichtungen und Diensten ca. 150.000 geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene.