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Staunen über das Leben: Die Ausstellung „Lebensbilder“ am 23. August 2019 im Wohnhaus Wald in Saarwellingen

veröffentlicht um 12.11.2019, 23:23 von Uwe Nisius

Am Freitagnachmittag um 16 Uhr war es endlich soweit: Die ersten Besucher kamen an.

Die Bilder unserer Gruppe waren im ganzen Erdgeschoss des Wohnhauses Wald ausgestellt: An den Wänden und auf Staffeleien verwandelten sie den ganzen Flur und den Aufenthaltsraum in ein großes Atelier. Dazu je eine kleine Beschreibung und der Name der Künstlerin oder des Künstlers. Direkt im Eingangsbereich wurden die Besucher von einem der größten Werke empfangen: Das Bild der Dankbarkeit.

Als die meisten Gäste da waren, sprachen einige unserer Gruppe abwechselnd die Begrüßungs- und Einführungsworte. Im Anschluss hatten alle viel Zeit die Bilder in Ruhe zu betrachten und bei Interesse mit den Malerinnen und Maler selbst ins Gespräch zu kommen. Das Staunen der Gäste war nahezu an jeder Ecke zu hören – oder, im Schweigen, mitzuerleben: So viel persönliches Erleben auf so kleinem Raum und dazu die persönlichen Gedanken zu allen Lebensbildern, das war beeindruckend.

Es war leicht zu sehen und zu spüren: Das kenne ich auch! Auch ich war schon unbeschreiblich traurig in meinem Leben, auch ich bin oft von Herzen dankbar, auch ich liebe ganz bestimmte Menschen, Erlebnisse und Dinge, auch ich habe meine Wünsche und Träume…  


Zu all dem Entdecken der eigenen Lebensbilder in denen der anderen und den spannenden Gespräche, die dabei entstanden, passte der kleine Snack perfekt dazu.

Und wer wollte, konnte sogar ein kleines Teilchen der Ausstellung zur Erinnerung mitnehmen – To Go, in Form von laminierten Bildausschnitten als Lesezeichen oder Annhänger.

Es ist, wie es auf der Rückseite der kleinen Erinnerungsstücke steht:

„Schön, dass es uns gibt!“

Einige der Bilder wurden gegen eine Spende für unsere Materialkosten sofort verschenkt.

Es ist geplant, aus Fotos einiger Bilder Postkarten zu gestalten, die ebenfalls gegen eine freiwillige Spende zu erhalten sind. 

Seit über vier Jahren treffen wir uns etwa einmal im Monat. Etwa zehn TeilnehmerInnen sind jedes Mal dabei. Die Zeit gestalten wir zu verschiedenen Themen und mit verschiedenen Aktionen.  Fast zwei Jahre lange haben wir uns nun mit dem Thema „Gefühle“ beschäftigt. Anhand von Geschichten, Bildern und anderen Impulsen haben wir uns über die einzelnen Gefühle ausgetauscht und unser Erleben dann in Bildern ausgedrückt.

Dabei haben wir erfahren: Inklusion ist keine Einbahnstraße. Sie beginnt gleichzeitig draußen und in uns selbst. Es ist gut und wertvoll auf beiden Wegen unterwegs zu sein.

Mehr Informationen über unsere Gruppe sind zu erfahren bei Heike Bulle, Pastoralreferentin im Arbeitsfeld Inklusion des Bistums Trier und im Wohnhaus Wald bei Conny Andre und Tanja Blauth. 

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