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Hausinterne Fortbildung für Auszubildende (Eine etwas andere "Lerngeschichte")

veröffentlicht um 23.08.2017, 02:14 von Uwe Nisius   [ aktualisiert: 13.09.2017, 00:03 ]

Seit mehreren Jahren haben die Erzieher/innen und Heilerziehungspfleger/innen im Anerkennungsjahr die Möglichkeit, an einer internen Fortbildung mit der Referentin Gabi Ernst-Hammes (Pädagogin unseres Kindergartens) teilzunehmen.

In Schule und Ausbildung konnten alle Teilnehmer schon erste Erfahrungen mit Projekten machen. Sie treffen sich einmal wöchentlich, um den Projektgedanken inhaltlich zu vertiefen und praxisnahe Erfahrungen auszutauschen. In diesem Projekt-Team erleben sie alle ihre persönliche „Lerngeschichte“, da sie sich  gerade in diesem Bereich weiter entwickeln können. Im saarländischen Bildungsprogramm wird dies u.a. als eine Methode vorgestellt, um den Kindern anhand des Situationsansatzes die Möglichkeit zu geben, ihre Kompetenzen zu erweitern. Der Projetgedanke Lerning by doing ist hierbei der Leitsatz. 

In der Theorie ist es zunächst wichtig, einen gemeinsamen Wissensstand zu erlangen, um  darauf aufzubauen. Im Kindergartenjahr 2016/17  waren es acht Auszubildende. In über zwanzig Terminen  erfuhren sie, wie ein Projekt durchgeführt wird. Die Teilnehmer lernten u.a. die wichtigsten Merkmale eines Projektes kennen.



Im weiteren Verlauf hatte die Lernwerkstatt verschiedene Anlauf- bzw. Gesprächspunkte, die sie gemeinsam erörterten:

  1. Ein Projekt ist die Bewältigung eines partnerschaftlichen und verantwortungsvollen Zusammenlebens in der Gruppe.

  2. Projekte weisen eine Verbindung zwischen Leben und Lernen auf. Das Kind bearbeitet seinen Alltag im Situationsansatz.

  3. Projekte setzten eine gemeinsame Planung voraus. Alle beteiligen sich aktiv daran.

  4. Projekte sind handlungsoffen. Ihr Ziel liegt in der Auseinandersetzung mit der Thematik. Der Prozess oder das Ergebnis ist nicht genau festzulegen, da es veränderbar ist.

  5. Projekte sind zeitlich nicht vorgeplant. Sie können beendet werden, wenn das Bedürfnis der Gruppenmitglieder abgedeckt ist.

Projektthemen mit Fragen zu durchlöchern  macht nicht nur Spaß, sondern verändert auch etwas im Leben. Die Auszubildenden werden angeleitet, intensiver darüber nachzudenken  und sich in der Interaktion mit den Fragen der Kinder auseinander zu setzen und lernen somit als Pädagogen immer wieder dazu.
Die Azubis konnten beobachten, dass die Kinder ein großes Bedürfnis nach Bewegung haben und zudem oft ins Rollenspiel verfallen. Die Kerninhalte liegen daher in den Bildungsbereichen Bewegung und soziale und kulturelle Umwelt. 
In der praktischen Durchführung (2. Phase) des Projektes, führten die Azubis das Projekt: „Pipi reist mit uns um die Welt“ durch.  

 Über den Weg durch den Tunnel reisen alle in eine andere Welt.

 Die Weltkarte, die uns Pipi zeigt.

Die Azubis erweitern ihren Wissensstand, lernen mit kompetenten Kindern ein Projekt zu gestalten und entwickeln sich persönlich weiter. Darüber hinaus entwickeln sie ein Gespür für die Durchführung eines Projektes und reihen  nicht nur Einzelangebote ohne gemeinsamen Inhalt aneinander.

Gabi Ernst-Hammes

(Referentin)

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