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Gelungene Inklusion

veröffentlicht um 16.10.2017, 23:38 von Uwe Nisius   [ aktualisiert: 07.11.2017, 00:16 ]

Wir möchten Sie über die gelungene Zusammenarbeit der Schneckengruppe des integrativen Kindergartens „Rappelkiste“ und der Seniorengruppe des Wohnhauses Wald der Lebenshilfe Saarlouis informieren.

Was ist geplant?                                                                                                 

Geplant ist ein kreatives Projekt zwischen den beiden oben genannten Einrichtungen der Lebenshilfe Saarlouis. Gemeinsam sollen kreative, farbenfrohe und einzigartige Kunstwerke entstehen. Dabei darf und soll jedes Gruppenmitglied seine persönlichen Stärken einbringen können und es soll etwas Großes entstehen. 

 

Projekt: „Ob jung oder alt, bunt soll es sein“

 

Wie entstand die Idee zu diesem Projekt?

Zwei Aspekte standen hierbei im Vordergrund. Zum einen der integrative Gedanke, zwei Generationen zusammenzubringen, die einen großen Altersunterschied aufweisen. Die Kinder haben dadurch die Möglichkeit, mit älteren Menschen in Kontakt und in den Dialog zu treten. Die Senioren können ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die Kinder weitergeben. Dabei erhoffen wir uns, dass die Kinder und Senioren voneinander lernen und profitieren.    

Zum anderen der Gedanke der Inklusion. Das Motto der Lebenshilfe „es ist normal, verschieden zu sein“ verdeutlicht, dass es keine Norm für Menschen gibt. Menschen mit und ohne Behinderung sammeln gemeinsam Erfahrungen, gemeinsame Erlebnisse schaffen Verbundenheit, gemeinsam kann etwas Neues und Einzigartiges entstehen.  Dabei wächst die Wertschätzung und Akzeptanz für die andere Person. Durch diese Kooperation erhoffen wir uns vielseitige Erfahrungen und Chancen für alle Gruppenmitglieder.

Die Umsetzung:

Um eine ungezwungene und vertraute Atmosphäre zu schaffen, werden die Treffen der beiden Generationen in ihrem gewohnten Umfeld sattfinden, d.h. in den Räumlichkeiten von Wohnhaus Wald oder im integrativen Kindergarten. Wichtig bei der Planung und Organisation ist uns, dass die Projekttage regelmäßig an einem festen Termin stattfinden, um für beide Seiten eine Verbindlichkeit herzustellen. Wir werden uns jeden Donnerstag zum kreativen Werken treffen.  

Das erste Treffen:

Das erste Treffen stand unter dem Motto: Gegenseitiges Kennenlernen. Es wurde sich in den Räumlichkeiten des Wohnhauses Waldes zu Tee und Kuchen getroffen.
Kinder und Senioren trugen jeweils Buttons auf denen ein Foto und der Name der jeweiligen Person abgebildet war. Beim Essen des Kuchens traten die Kinder und Senioren in den ersten Kontakt miteinander. Im Anschluss wurde direkt eine kreative Aktion durchgeführt, ein Murmelbild. Dies trug zum Gemeinschaftsgefühl bei, da zur Durchführung jedes Gruppenmitglied benötigt wurde.
Senioren und Kinder verteilten Farbe auf der Leinwand, die sich in einer großen Holzkiste befand und anschließend wurden Murmeln dazugelegt.
Um die Holzkiste zu bewegen, mussten sich die Senioren und Kinder untereinander absprechen. Dies gelang hervorragend. Ein tolles, kunterbuntes Kunstwerk entstand.  Um das Gemeinschaftsgefühl weiter zu stärken, wurde anschließend mit dem Schwungtuch gespielt. Dabei wurde viel gelacht und jung und alt konnten ihre individuellen Stärken mit einbringen. Bei den weiteren Treffen ging es kreativ, farbenfroh und bunt weiter.
Gemeinsam wurden Projektshirts, die als Malkittel dienen, von jedem Gruppenmitglied mit viel Konzentration und Ausdauer kreativ gestaltet sowie jeweils eine Sammelmappe für die entstehenden Kunstwerke hergestellt. Bei den folgenden Treffen ging es mit verschiedenen Techniken kreativ weiter. So entstanden Bilder mit Seifenblasen, mit Farbe und Frischhaltefolie. Gemeinsam fanden auch Ausflüge in den nahegelegenen Wald statt. Dort wurden Naturmaterialien gesammelt, die bei zukünftigen Projekttreffen künstlerische  Verwendung finden werden. 


Rückblick auf die ersten vier Projekttage:

Rückblickend ist es schön zu beobachten und festzustellen, wie unbefangen alle Projektmitglieder einander begegnen. Offen und vorurteilsfrei wird der Kontakt und Austausch zueinander gesucht. Die Senioren können ihr Wissen und Können an die Kinder weitergeben. Die Kinder erfrischen und motivieren die Senioren durch ihre Energie. Die dadurch aufkommende Gruppendynamik ist durch  Wertschätzung und Empathie geprägt. Da beide Einrichtungen der Lebenshilfe im direkten Sichtkontakt zueinander sind, entsteht auch Kontakt außerhalb des Projketes. Es wird einander gewunken und sich begrüßt sowie nachgefragt, wann man sich das nächste Mal wieder sieht. 


Ausblick:

Das Projekt "Ob jung oder alt, bunt soll es sein" wird noch bis zu den Osterferien 2018 weitergeführt. Zur Abrundung des Projektes ist eine Vernissage geplant, bei der die kleinen und großen Künstler ihre Kunstwerke präsentieren können. Gemeinsam freuen wir uns auf  die kommenden Projekttage.



 

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