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Ford-Azubis im Wohnheim Sägemühle!

veröffentlicht um 13.08.2019, 02:46 von Uwe Nisius   [ aktualisiert: 13.08.2019, 02:51 ]

Sinngebende Kooperation endet nach 30 Jahren

 

Im Rahmen eines arbeitspädagogischen Seminares waren in der Woche vom 01.07. bis 05.07.19 sechzehn Auszubildende des 2. Ausbildungsjahres in Begleitung ihrer Ausbilder, Herrn Alexander Heine, Herrn Michael Leidinger und dem Trainer der Unternehmensberatung UBEK, Herr Stefan Christmann, Gast im Wohnheim Sägemühle der Lebenshilfe Saarlouis.


Diese Seminare waren über 30 Jahre fester Bestandteil der Ausbildung und dienen der Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen und Teamarbeitsprozessen. Die Auszubildenden sollen lernen, in echten Kundenkontakt zu treten und ein Projekt in vorgegebener Zeit nach Kundenwunsch und unter Berücksichtigung sicherheits- und qualitätsrelevanter Vorgaben zu realisieren, erklärte Herr Christmann.


Darüber hinaus machen die jungen Leute Erfahrungen abseits ihres primären Berufszweiges, in dem sie diese Projekte in sozialen Einrichtungen durchführen. Im Wohnheim Sägemühle wurde schon im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Holzzaunes inklusive Tor begonnen und in dieser Woche fertig gestellt. Darüber hinaus wurde zusätzlich das Dach eines Gartenpavillons erneuert.




Die jungen Leute haben hier vorbildlich gearbeitet, in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen des Wohnheimes das Projekt entwickelt und durchgeführt und sich vor Allem auch sehr interessiert gezeigt, was es mit der Arbeit der Lebenshilfe auf sich hat, wer die Bewohner sind, und warum sie in einer Einrichtung der Behindertenhilfe leben. Ebenso interessiert waren die Bewohner, die den Kontakt zu diesen fleißigen Handwerkern gesucht haben und sich täglich über die Fortschritte des Projektes informiert haben.


Bei der feierlichen Übergabe des Ergebnisses haben die Ford-Azubis noch einmal betont, wie gut es ihnen im Wohnheim Sägemühle gefallen hat und sich für die Erfahrungen, die sie bei diesem Projekt sammeln durften bedankt.

Die Lebenshilfe Saarlouis, vertreten durch den Prokuristen Herr Karl Schläffer und den Leiter des Wohnheimes, Herr Michael Bär, hat sich bei den jungen Leuten für ihre hervorragende Arbeit, ihr freundliches Auftreten und ihr ehrliches Interesse an der Arbeit der Mitarbeiter/-innen und den Bewohnern bedankt. „Der Zaun und der Pavillon sind das nach Außen sichtbare Ergebnis der Projektwoche. Viel wichtiger jedoch ist die Begegnung und der Austausch zwischen den jungen Leuten und den Menschen mit geistiger Behinderung, die gegenseitige Erweiterung des Horizontes“, so Schläffer. 


Der Bereich Ford Aus- und Weiterbildung unterstützte seit 30 Jahren mit diesen Projekten soziale Einrichtungen und war mit seinen Auszubildenden in den Einrichtungen der Lebenshilfe Saarlouis jederzeit ein gern gesehener Kooperationspartner und hoch willkommener Gast. Dass der Weltkonzern Ford diese arbeitspädagogischen Seminare in Zukunft nicht mehr durchführen wird, wird von allen Beteiligten mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Solche Projekte, die auf allen Ebenen nur Gewinner haben, dürfen eigentlich nicht geopfert werden. Auch nicht in Zeiten, in denen, warum auch immer, gespart werden muss, ergänzte Michael Bär.

 

Bedanken möchten wir uns in diesem Zusammenhang auch für die spontane und kostenfreie Bereitstellung inclusive der Auf- und Abbauarbeiten des Gerüstes um den Pavillon herum durch die Firma Gebrüder Rende Gerüstbau GmbH.

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